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Klage
Lasst mich von den
Blütenbäumen,
Die gepflanzt hat ihre Hand,
Und recht lange lasst mich träumen,
Seit mein Liebchen mir verschwand.
Träumt doch so dem armen Schnitter
Von der grünenFrühlingswelt,
Während draußen das Gewitter
Ihm zerschlägt sein Ährenfeld.
Hoffmann von Fallersleben 1798-1874
Der schwere
Abend
Die dunklen Wolken hingen
Herab so bang und schwer,
Wir beide traurig gingen
Im Garten hin und her.
So heiß und stumm, so trübe
Und sternlos war die Nacht,
So ganz wie unsre Liebe
Zu Tränen nur gemacht.
Und als ich mußte scheiden
Und gute Nacht dir bot,
Wünscht' ich bekümmert beiden
Im Herzen uns den Tod.
Nikolaus Lenau 1802-1850
Die
Träne
Wie ihre lieben Augen
Heut so verweinet sind!
Wer konnte dich betrüben,
Du liebes, süßes Kind!
Magst lachen oder weinen,
wie immer hold du bist!
Der Himmel bleibt der Himmel,
wenn er auch wolkig ist.
Eduard von Bauernfeld 1802-1890
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