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Der letzte
Blick dem liebsten Grab
Der letzte Blick dem liebsten Grab!
Das ist mein schwerstes Scheiden.
Im Arme all mein Gut und Hab',
Im Herzen Lieb' und Leiden,
So folg ich Arme dem Geschick,
Aufs liebste Grab den letzten Blick.
Dort liegt mein Alles in der Welt,
Mein Leben und mein Lieben.
Ich hab kein Herz mehr, das mich hält,
Kein Heim ist mir geblieben.
Es weinte niemand, dass ich geh' --
Und doch tut mir das Scheiden weh.
Dir bleibt mein Sehnen zugewandt,
Wo ich auch wandeln werde, --
Ade, du einzig Fleckchen Land,
Das mein ist auf der Erde!
Nimm hin, was ich für dich noch hab:
Den letzten Blick dem liebsten Grab.
Friedrich Hofmann 1813-1888
Nachts
Der Strom nur rauschet leise
Und gönnt sich keine Ruh',
Ich sitz nach alter Weise
Vor uns'rer Tür; -- und du? --
Du bist in fernen Landen,
Vielleicht in neuen Banden --
Ich weine immerzu.
Die Nacht wirft eine Hülle
wohl über jeglich Leid, --
Ich wollt', es wäre stille
Und dunkel allezeit;
Und wer da trät Beschwerde,
Er fände in der Erde
Ein kühles Bett bereit.
Clotilde von Francois 1830-??
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