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Die Quelle
blinkt
Die Quelle blinkt so klar und rein
Im Sonnenschein;
Doch tausendmal so hell und klar
Blinkt meiner Liebsten Augenpaar.
Ein frisch erblühtes Röslein steht
Im Gartenbeet;
Die Wange meiner Liebsten glüht
Noch schöner, als das Röslein blüht.
Die Sonne, die am Himmel rollt,
Spinnt klares Gold;
Doch was sie spinnt, ist nicht so klar,
Als meiner Liebsten goldnes Haar.
Im Busche schlägt die Nachtigall
Mit süßem Schall;
Doch tönt so süß ihr Flöten nicht,
Als wenn mein Lieb, ich liebe dich, spricht.
Julius Sturm (1816-1896)
Du bist die
Sonne, die nicht untergeht
Du bist die Sonne, die nicht untergeht,
Du bist der Mond, der stets am Himmel steht;
Du bist der Stern, der, wann die andern dunkeln,
Noch überstrahlt den Tag mit seinem Funkeln.
Du bist das sonnenlose Morgenrot;
Ein heit'rer Tag, den keine Nacht bedroht;
Der Freud' und Hoffnung Widerschein auf Erden -
Das bist du mir, was kannst du mehr noch werden!
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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