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aus:
"Mauskätzchen"
"Du rufst mich, da bin ich!
Sei still, nun beginn ich
Ein Tänzchen mit allen,
Das soll dir gefallen.
Erst sitz' ich,
Dann schleich' ich,
Dann nah' ich,
Dann weich' ich,
Dann leg' ich mich nieder,
Dann heb' ich micht wieder,
Dann schwing' ich mein Schwänzchen
Und schnurre zum Tänzchen,
Wupp! Sind sie da!
Hoffmann
von Fallersleben 1798-1874
Dichterliebe
Sage nicht, die Tage schwinden,
Sage nicht, das Glück enteilt:
Meine Lust lass mich empfinden,
Ungetrübt und ungeteilt.
Kümmert mich die Flucht der Zeiten,
Mich des Glückes Unbestand?
Lass es fahren, lass es gleiten,
Du bist meines Glückes Pfand.
Dir am Busen hingesunken,
Festgebannt an deinen Blick,
Deiner Flammenküsse trunken,
Was noch fürcht ich das Geschick?
Höher lass den Becher schäumen,
Den dein süßer Mund geweiht,
Lass uns schwärmen, lass uns träumen,
Maienwonne, Jugendzeit;
Trinken die gefüllte Schale,
Gleich als ob sie nicht versiegt':
Bis zuletzt mit einem Male
Lieb und Lebenstraum verfliegt.
Robert Ernst Prutz 1816-1872
Dichterliebe Robert Schumann
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