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Zuflucht
Wildzerriss'ne Wolken treiben
An dem dunklen Himmelsraum;
Also schweifen die Gedanken
Rastlos, wie im Fiebertaum.
Dem verwirrenden Gedränge
Zu entfliehn vermag ich nicht,
Und die Schatten wenden dräuend
Gegen mich ihr Angesicht.
Laß an deinem reinen Herzen
Bergen mich mein krankes Haupt!
Du nur kannst die Qual verscheuchen,
Die mir meinen Frieden raubt.
Franz Kugler 1808-1858
Der Liebe
Ausflug
Irrend suchen meine Schritte
Ein beglückendes Revier.
Tritt hervor aus deiner Hütte,
Liebchen, komm und folge mir!
Nicht an Hof und Herd gebunden,
Setz ich all mein Wirken ein;
Denn der Friede will gefunden
Und das Glück erworben sein.
Und ein Plätzchen lass uns finden
an des Baches Blumenbord,
Unter Buchen oder Linden
Einen heimlich stillen Ort.
Oder wenn in Wogenbetten
Unsre kleine Barke sinkt,
Uns ans Blumenufer retten,
Das uns grün entgegenwinkt.
Hermann Marggraff 1809-1864
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