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An den Wind
Ich
wandre fort ins ferne Land;
Noch einmal blickt' ich um , bewegt,
Und sah, wie sie den Mund geregt
Und wie gewinket ihre Hand.
Wohl rief sie noch ein freundlich Wort
Mir nach auf meinem trüben Gang,
Doch hört ich nicht den liebsten Klang,
Weil ihn der Wind getragen fort.
Daß ich mein Glück verlassen muß,
du rauher; kalter Windeshauch,
Ist's nicht genug, daß du mir auch
Entreißest ihren letzten Gruß?
Nikolaus Lenau 1802-1850
Zweifelnder
Wunsch
Wenn Worte dir vom Rosenmunde wehen,
Bist du so schön! - Gesenkten Angesichts
Und still, bist du so schön! - Was soll ich flehen:
O rede mir!? O sage nichts!?
Drum laß mich zwischen beiden Himmeln schwanken,
Halb schweigend, sprechend halb, beglücke mich,
Und flüstre mir, wie heimlich in Gedanken,
Das süße Wort: "Ich liebe dich!"
Nikolaus Lenau 1802-1850
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