| |
Holdes Grab
Ich bin begraben, ach!
In süßer Todeslust;
Nein holdes Grabgemach
Ist meines Liebchens Brust.
Und wie auf Gräbern blühen
Mairöslein, früh entsprossen,
So hat ein rosig Glühen
Die Wangen ihr umflossen
Es keimt dies holde Blüh'n
In meines Herzens Grund,
Die Seufzer, die da glüh'n,
Hauch' ich aus ihrem Mund.
Es weht um ihre Glieder
Ein Singen und ein Klingen
Das sind die leisen Lieder,
Die mir in ihr entspringen.
Friedrich von Sallet 1812-1843
|
|
|
|