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In
stürmischer Mondnacht
Der Himmel ist düster, die Lüfte klagen
Im Tannenwalde; vom Sturme getragen,
Ziehn Wolken auf Wolken von Westen her.
Auch ich bin düster, mein Herz ist schwer;
Es klaget und zittert da drinnen so eigen,
Wie Windesseufzer in Tannenzweigen.
Gedanken ziehen so trübe, o trüber
Als jene Wolken schattend vorüber.
Da durch das Dunkel tritt plötzlich mild
Der Mond, der helle. So tritt dein Bild,
Du Holde, du Liebe, von der ich geschieden,
Plötzlich ins Herz mir und gibt mir Frieden.
Marie Förster 1819-1856
Abendeinsamkeit
Einsam dein zu denken,
Das ist meine Lust,
Still mich zu versenken
In die eigne Brust.
Wenn der Tag sich neiget,
El' ich Wäldern zu.
Dort, wo alles schweiget,
Halt' ich Abendruh'!
Auf dem Waldesgipfel
Da ist alles stumm,
Nur der Bäume Wipfel
Flüstern um und um.
Meine Blicke schweifen
Rings in weite Fern',
Lichten Wolkenstreifen
Folgt mein Auge gern.
Weiß ich doch, daß Eine
Lieben meiner denkt,
Nach dem Abendscheine
Auch die Blicke senkt.
Weiß ich doch, daß Eine
Nimmer mein vergißt,
Daß sie noch die Meine
In der Ferne ist. -
Einsam dein gedenken,
Sel'ge Abendlust!
Friedenswonnen senken
Sich in meine Brust.
Adolf Schults 1820-1858
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