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Zeit für Liebesgeschichten
Wenn ein Jahr zu Ende geht und ein neues beginnt, machen sich die
Menschen vermehrt Gedanken über die Zeit.
"Eins, zwei, drei im Sauseschritt eilt die Zeit, wir sausen mit..." So
formulierte es schon Wilhelm Busch.
Doch, dass die Zeit eilt, ist ein subjektiver Eindruck. Denn Zeit ist
nichts von Menschen Erfundenes und steht damit außerhalb
jeder Bewertungsskala.
Eben haben wir Weihnachten
und
Silvester
hinter uns
gelassen - und
manch einer wartet ungeduldig auf das Fest der Heiligen drei
Könige, weil es wieder einen freien Tag gibt. Zumindest im
Süden.
Hier im Norden müssen sich die Menschen dagegen mit der
Vorfreude auf den Valentinstag
am 14. Februar
begnügen.
Obwohl hierzulande noch längst nicht für jeden ein
Begriff, ist der Valentinstag ein ganz besonderer Tag.
Blumen und Konfekt verschenkte man hier
traditionsgemäß eher zum Muttertag.
In den Angelsächsischen Ländern dagegen spielt der
Tag des Heiligen Valentins seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle.
Nicht nur, dass man an diesem Tag von seinem Liebsten Blumen und
Liebesworte bekommt oder selbst verschenkt. Es werden
Millionen von Grußkarten mit Herzen
und Sprüchen im
Namen von St. Valentin verschickt, um dessen Person sich zahlreiche
Legenden ranken.
Sicher scheint nur, daß der Heilige Valentin im 2.
Jahrhundert nach Christus im damaligen römischen Reich lebte.
Er war Bischof von Terni, einer Stadt in Mittelitalien, die
früher Interamna hieß.
Damals durften viele Menschen nicht lieben und heiraten, wen sie
wollten - weil die Eltern die Wahl nicht gut hießen oder weil
sie Sklaven oder Soldaten waren.
Heimlich soll der Bischof Valentin Liebespaare getraut haben.
Gibt es einen erfreulicheren Anlass für den schönen
Brauch, Menschen, die wir lieben, am Valentinstag mit Blumen und
Grüßen in Form von Liebesgedichten zu
beschenken?
Karin Rohner 2008
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