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Sei still, mein Herz
Sei still, mein Herz, und klage nicht:
Der Frühling kommt, der Frühling naht!
Hervor aus dunklem Schoße bricht
Der frische Spross, die grüne Saat.
Es pocht der erste Sonnenstrahl
An jede Brust mir Zauberschlägen,
Dass sich von Licht und Duft und Schall
Im tausendfachen Widerhall
Der Seele Saiten neu bewegen.
Ernst Arthur Seemann 1829 -1904
In
stürmischer Mondnacht
Der Himmel ist düster, die Lüfte klagen
Im Tannenwalde; vom Sturme getragen
Ziehn Wolken auf Wolken von Westen her.
Auch ich bin düster, mein Herz ist schwer;
Es klaget und zittert da drinnen so eigen.
Wie Windesseufzer in Tannenzweigen.
Gedanken ziehen so trübe, oh trüber
Als jene Wolken schattend vorüber.
Da durch das Dunkel tritt plötzlich mild
Der mond, der helle. So triit dein Bild,
Du Holde, du Liebe, von dir geschieden,
Plötzlich ins Herz mir und gibt mir Frieden.
Marie Förster 1819-1856
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