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Die Pappeln
Vor dem Fenster meiner Lieben
Stehen Pappeln wunderschön,
Die mit ihren hohen Trieben
In die weite Ferne sehn.
Abends rauschen sie so milde
Mit verständlichem Getön,
Scheinen ihrem lieben Bilde
Traute Grüße zuzuwehn.
Oftmals stand ich voller Wonnen
Unterm Blätterlabyrinth; -
Wohin alle die Gedanken
Damals wohl gekommen sind?
In die Pappeln aufgestiegen
Sind sie alle ganz gewiss,
In den Blättern sich zu wiegen,
Bis mein Lieb' sich sehen ließ.
Darum rauschen abends Töne
In den Pappeln, mild und süß:
Deines Treuen, holde Schöne,
Leiser Liebesgruß ist dies.
Dräxler-Manfred 1806-1879
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