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Du bist mein
Glaub nicht, wenn alle Zungen sagen,
Ich hätte eine andre lieb,
Der ich in gut' und bösen tagen
In Lust und Leid dein Eigen blieb.
Die böse Menge wird's nicht fassen.
doch was ich liebte außer dir,
Im Herzen hab ich's nur getragen,
Weil es von fern geglichen dir.
Doch ach, wie schwand in diesen Nähen
Der Irrtum der Beseligung!
Sie mochten Ew'ges nicht verstehen,
Und nur von außen sind sie jung.
Die Maske lockt, doch will die Seele
geheimnisvoll verstanden sein;
Du stehst allein im weiten Leben,
Allein! Allein! Und du bist mein!
Chr. Joseph Matzerath 1815-1876
Trockne Blumen
Ihr Blümlein alle,
Die sie mir gab,
Euch soll man legen
Mit mir ins Grab.
Wie seht ihr alle
Mich an so weh,
Als ob ihr wüsstest,
Was mir gescheh?
Ihr Blümlein alle,
Wie welk, wie blass?
Ihr Blümlein alle,
Wovon so nass?
Ach! Tranen machen
Nicht maiengrün,,
Machen tote Liebe
Nicht wieder blühn.
Und Lenz wird kommen,
Und Winter wird gehn,
Und Blümlein werden
Im Grase stehn.
Und Blümlein liegen
In meinem Grab,
Die Blümlein alle,
Die sie mir gab.
Und wenn sie wandelt
Am Hügel vorbei
Und denkt im Herzen:
Der meint' es treu!
Dann, Blümlein alle,
Heraus, heraus!
Der Mai ist kommen,
Der Winter ist aus.
Wilhelm Müller 1794-1827
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