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Der Geliebten
Du meinst, ich werde dich vergessen,
Im wirrenden Gewühl der Welt?
Dann hast du, Kind, noch nicht ermessen,
Was dich und mich verbunden hält.
Wohl hat, wie die Geschicke schwanken,
Manch fremder Anblick mich erfüllt,
Doch eilten immer die Gedanken
Zurück zu deinem lieben Bild.
So lebst du mir ein zweifach Leben,
Als meiner Seele Königin!
Von dir gezügelt wird mein Streben,
Von dir erfrischt der schlaffe Sinn.
Du sprengest rastlos, allgewaltig,
Auf meines Herzens letztes Tor,
Und blickest kennbar, vielgestaltig,
Aus jeder heil'gen Regung vor.
Nun magst du wohl die Kraft ermessen,
Die dich und mich verbunden hält;
Könnt ich, o Holde, dich vergessen,
Vergäß' ich meiner innern Welt!
Paul Fischer
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