Liebes-Gedichte, Liebesgedichte, Verlobung, Hochzeit, Treue

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Du willst es nicht in Worten sagen;

Du willst es nicht in Worten sagen;
Doch legst du's brennend Mund auf Mund,
Und deiner Pulse tiefes Schlagen
Tut liebliches Geheimnis kund.

Du fliehst vor mir, du scheue Taube,
Und drückst dich fest an meine Brust;
Du bist der Liebe schon zum Raube
Und bist dir kaum des Worts bewußt.

Du biegst den schlanken Leib mir ferne,
Indes dein roter Mund mich küßt;
Behalten möchtest du dich gerne,
Da du doch ganz verloren bist.

Du fühlst, wir können nicht verzichten;
Warum zu geben scheust du noch?
Du mußt die ganze Schuld entrichten,
Du mußt, gewiß, du mußt es doch.

In Sehnen halb und halb in Bangen,
Am Ende rinnt die Schale voll;
Die holde Scham ist nur empfangen,
Daß sie in Liebe sterben soll.

Theodor Storm 1817-1888


Über Nacht

Dein Herzlein mild,
Du schönes Bild,
Das ist noch nicht erglommen,
Und drinnen ruht
Verstohlne Glut,
Will nicht zu Tage kommen.

Es hat die Nacht
Einen Tau gebracht
Den Knospen all im Walde,
Und morgens drauf,
Da Blüht's zuhauf
Und duftet durch die Halde.

Die Liebe sacht
Hat über Nacht
Dir Tau ins Herz gegossen;
Und morgens dann -
Man sieht dir's an:
Das Knösplein ist erschlossen.

Paul Heyse 1830-1914

 Wahre Liebe
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Liebesbilder
 Inhalt
1. Wahre Liebe
 2. Wilde Rose
 3. Liebesjubel
 4. Nachtigall
 5. Erster Kuss
 6. Neue Liebe








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