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Du bist wie eine wilde
Rose,
Du bist wie eine wilde Rose,
so düftevoll, so dornenreich;
ob ich dir zürne, mit dir kose,
mein Leid und meine Lust zugleich.
Ich fliehe dich zu dieser Stunde
und kann doch ohne dich nicht sein;
ich grolle dir und unserm Bunde,
es liebt sich wohl nicht ohne Leid.
O Liebchen, laß uns Frieden schliessen,
das Leben ist voll Kampf und Streit,
und macht genug der Tränen fliessen,
es liebt sich wohl nicht ohne Leid.
E.M. Hutterus ??-1865
Mondes Liebe
Holdes Mondlicht! Mildes Leuchten!
Wunderbares Zauberbild!
Sag, was ist das für ein Zauber,
Der aus deinen Strahlen quillt?
Deute mir das bange Sehnen,
Das dein Bild in uns erschließt,
Jenes weiche, trunkne Träumen,
Das dein Glanz in uns ergießt!
"Liebe! Liebe! ist mein Zauber,
Meines Dankes süße Pflicht;
Denn von ihr, der großen Erde,
Kommt mir erst mein liebes Licht.
Und nun geb ich ihr zurücke,
Nur mit meiner Lieb' getränkt,
Was mich ihr so herrlich machte,
Was sie liebend mir geschenkt.
Nun erleucht' ich ihre Nächte,
Gebe sanften Frieden ihr! - - "
O - das sind so deine Worte,
Mädchen, die du sprachst zu mir!
Mädchen - Mondlicht meiner Seele!
Holdes, reines Liebesbild!
O, nun kenn ich auch den Zauber,
Der aus deinem Aug' mir quillt.
Arnold Schloenbach 1817-1866
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